Bryansk

Die russische Stadt Bryansk (zu Deutsch: Brjansk) stellt einen wichtigen Eisenbahnknotenpunkt dar. Unweit der Grenze zu Weißrussland liegt sie an der Strecke, die Moskau mit der ukrainischen Hauptstadt Kiew verbindet. Heute nimmt die Stadt ihre wirtschaftliche Rolle in Russland vorwiegend aus dieser verkehrsgünstigen Lage.

Vermutlich bereits 985 gegründet, wurde Bryansk im Laufe seiner Geschichte zunächst von Litauern sowie der Goldenen Horde erobert, bevor es zu Beginn des 16. Jahrhunderts russisch wurde. Als die Stadt im 2. Weltkrieg von deutschen Truppen besetzt war, kämpften zehntausende sowjetische Partisanen in den Wäldern der Region. Die Veteranen von Bryansk sind stolz auf ihren Widerstand gegen die deutschen Nazis.

Das heutige Bryansk ist in erster Linie ein wichtiger Industriestandort. Turbinen, Lokomotiven und elektronische Bauteile sind die Produkte der westrussischen Stadt. Der große Rangierbahnhof von Bryansk bedeutet Arbeit für viele der Einwohner. Bekannt ist Bryansk auch wegen seiner Tradition in der Herstellung von Kristallwaren.

Eine wichtige Rolle spielt Bryansk aber auch als kulturelles Zentrum des Oblast Brjansk. Neben drei Theatern existiert ein Konzerthaus unter dem Namen "Drushba" - zu Deutsch "Freundschaft". Dem Schriftsteller Alexei Konstantinowitsch Tolstoi sind ein Museum sowie ein Park mit Holzskulpturen gewidmet. Die örtliche Kristallwarenfabrik, die bereits Ende des 18. Jahrhunderts gegründet wurde, stellt ihre Erzeugnisse in einem eigenen Museum aus. Denkmäler in Bryansk erinnern an den Kampf der Partisanen gegen die Nazis, die Gefallenen der Kriege sowie das 1000 - jähriges Stadtjubiläum.

Die typisch sowjetischen Plattenbausiedlungen, die das Stadtbild von Bryansk prägen, werden aufgelockert durch zahlreiche Parks und Grünanlagen, wie zum Beispiel am zentralen Leninprospekt.

35 Kilometer entfernt von Bryansk liegt das kleine Dorf Owstug, in dem der bekannte Fjodor Iwanowitsch Tjutschew geboren wurde. Hier lässt sich das Gutshaus, in dem er seine Kindheit verbrachte, besuchen. Junge Russen entdecken mehr und mehr die große Geschichte der Literatur in Russland und besuchen das Geburtshaus vom Dichter Tjutschew. Auch für westliche Touristen scheint das Dorf Owstug im Oblast Brjansk fast attraktiver als die Stadt selbst.

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